Em Jabrunter Palmen Mein Name ist Tabea. Wie ja die meisten von Euch (und Ihnen) wissen muessten, nebme ich teil an einem Schueleraustauschprogramm, was unterstuetzt und z.T. gesponsert wird von Rotary Rotary ist eine weltweite Organisation, die sich service above self" zum Motto gemaclit hat. Durch u.a. Schueleraustauschprogramme zwischen Schuelern und Studenten versuchen sie Nationen und Kulturen einander naeher zu bringen und Freundschaften zu schilessen. Mich hat es hier auf die Bahamas verschlagen, einer Inselgruppe im westlichen AtIantik, 80 km suedoestlich von F1orida und 100 km noerdlich von Kuba. Ich lebe hier auf Grand Bahama Island in Freeport ganz im Norden das Staates. Die Stadt hat 40,000 Einwohner, aber durch die Vielzahl der Touristen, die hierherkommen, wirkt es oft mehr. Die Bahamas gehoeren zu den Laendern der dritten Welt. Es gibt hier viel Armut, und viele Menschen nennen die Ghettos ihr zu Hause. In manchen Gemeinden dieser Insel, Auslaefern von Grand Bahama und aufvielen kleineren, bewohnten der insgesamt 700 Inseln wie z.B. die Binimis, Eleuthera oder Salvador scheint es als waere die Zeit stehengeblieben. Manche Menschen leben ohne jegliche Technik in kleinen, bunten Haeusern inmitten tropiseher Vegetation. Die Frauen hueten die grosse Kinderschar, und die Maenner sind den ganzen Tag fischen. Im Gegensatz dazu haben sich hier aber auch viele reiche Leute niedergelassen, die ihre praechtigen Villen am Stadtrand bauen. Um aber in den vielen Schulen keinen Unterschied zwischen den Kinder armer und reicher Eltern zu machen, wird hier Schuluniform getragen (wie eigentlich ueberall in der Karibik). Ich gehe auf die Sunland Lutheran School, was schwarze Schuhe, einen gruenen Rock (three inches below the knee) einen gruene Weste mit Schulwappen darauf, ein weisses Hemd und einen graugruenen Schlips ( fuer maennlich und weiblich) bedeutet. Insgesamt leben in den Bahamas 270.000 Einwohner, davon 160.000 in Nassau, der Hauptstadt auf New Providence. Ueber 80% der Bevoelkerung sind westafrikanischen Ursrungs, der Rest Nachkommen englischer Siedler und Mulatten. Hier wird Englisch geprochen, das aber mit einem gewissen bahamischen Dialekt und karribischen Einfluss (... mit meinem Cambndge-English bin ich nicht weit gekommen). Dazu einige Beispiele: "you are a sailor" wird zu "you is a sailor" oder "you s be a sailor", aus "ask" wird "aks", aus" th" wird "d"/"t", a joke is not very funny, it is funny funny, "the girls are swimming" wird zu "de girls-dem swimmin", etc. Ich bin nun schon ueber fuenf Monate hier. Am Anfang (ca. die ersten vier Monate. ) hatte ich ziemlich starkes Heimweh. Mir viel es schwer, die neue Kultur, die Menschen und die Gewohnheiten zu akzeptieren, was aber mittlerweile kein Problem mehr ist. Meine besten Freunde hier sind die drei anderen Rotary-Austauschschueler auf der Insel aus Schweden, Belgien und Ecuador. Weil ich am Anfang wirklich nichts zu tun hatte, habe ich in meiner Verzweiflung sogar angefangen, Fussball zu spielen, was mir mittlerweile grossen Spass macht. Und manchaml treffe ich sogar den Ball... In meiner Freizeit versuche ich so oft wie moeglich (was manchmal aber leider nur einmal in drei Wochen ist) an den Strand zu gehen. Die Straende und das Wasser sind hier wirklich eimnalig! Der Sand ist fein und weiss und das Wasser ganz kiar- gruen, tuerkies oder blau. Ich haette nie gedacht, dass ich so etwas wirklich einmal sehen darf. Mittlerweile wohne ich in meier dritten Gastfamilie. Auf diese Weise erhalte ich Einblick in verschieden Familienleben (fuer mich insgesamt fuenf), bin mal die grosse, mal die kleine Schwester (z.Z. werde ich fast staendig von zwei hyperaktiven, aber ganz lieben, kleinen Jungs tyrannisiert...), lerne mich moeglichst schnell anzupassen mid wohne in den verschiedensten Stadtvierteln. Gerade, wenn ich diese Zeilen hier sebreibe, sitze ich im living room auf dem Ledersofa einer ....Villa. Wenn ich zum Strand will, brauch ich nur das Gartentor aufzumachen Im Garten wachsen Kokospalmen und dazwischen sind Haengematten angebunden. Und zum Einschlafen hoere ich leises Rauschen der Wellen. lch hatte ein schoenes Weilmachten. Es war sehr ruhig, und natuerlich gab es viel zu essen. Hier wird (wie in den Staaten z.B.) am 25. Dezember gefeiert. Die Geschenke liegen dann ganz bunt und schoen verpackt unterm Baum, mid jeder sucht sich raus, was seinen Namen traegt. (Ein kleines Maedchen hatte gefragt, ob Santa Claus denn gewusst hat, dass ich diese Weihnachten hier und nicht zu Hause war. (Er hat s gewusst.) Am 01. Januar jeden Jahres findet in Freeport Junkanoo statt. Das muss man sich so aehnlich wie Karneval in Rio vorstellen: mit Taenzern, Trommler- und Blaesergruppen, riesigen, ganz bunten Kostuemen aus Pappe (z.B. Drachen oder Sternzeichen). Die ganze Stadt ist bis spaet in die Nacht auf den Beinen. In den Bahamas faehrt man auf der linken Seite, und zu den Gottesdiensten haben die Frauen immer grosse Huete auf. Das mid noch vieles mehr erinnert an die 344 Janre britischer Kolonialherrschaft. Seit dem 10.07.1973 sind die Bahamas aber ein unabhaengiger Staat, der zum Commonwealth of Nations gehoert und sehr nationalstolz ist. In der Schule singen wir fast jede Woche die Nationaihymne und schwoeren den Eid auf die Flagge. Meine Flagge haengt in meinem Zinimer, und mittlerweile habe ich selber em kleines bisschen Stolz entwickelt. Ich bin stolz darauf, in Deutschland geboren zu sein. Ich bin aber auch genauso stolz und froh, hier zu sein, wo ich ueber andere Kulturen lerne, Menschen aus aller Welt treffe, wo schwarz und weiss in Frieden leben, wo ich alles mal von einem anderen Standpunkt betrachten kann und wo die Sonne fast jeden Tag warm scheint. In diesem sinne auf ein gesundes Wiedersehen im August~, Ihre und Eure Tabea Click on Tabea's name to go to her page (meine e-mail-add.: tabeagross@hotmail.com) |
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